Schnipsel 50 | 2013

A  L O N G  W A L K – ist ein schönes Beispiel für eine fotografische Serie, die ein  Thema behandelt, welches schon sehr, sehr oft fotografiert wurden und es dennoch schafft diese Thema auf eine überraschend schlichte Art und Weise neu zu sehen. Die Bilder von Shannon Jensen zeigen das Schuhwerk der afrikanischen Flüchtlinge, die teilweise nach wochenlangen Fußmärschen endlich im Südsudan ankommen.

D O P P E L B E L I C H T U N G – auf dieses Thema stieß ich während einer Bilddiskussion in meinem Seminar an der HfK Bremen. Wir standen vor der Frage, wann ist eigentlich eine Doppelbelichtung ein gutes Bild. Schnell wurde klar, was an diesen Bildern oft nicht gut ist, sondern kitschig, konstruiert und meist eben nur technisch gut gemacht, aber ohne Inhalt. Als gut werden die Bilder empfunden, bei denen die Methode lediglich die Grundaussage des Bildes nochmals verstärkt (…) Am Abend wollte ich der Frage nochmal anhand von Beispielen nachgehen und suchte in meinem Bücherregal nach guten Beispielen. Auffällig war, dass ich nur bei älteren Arbeiten fündig wurde. Einige Beispiele von Harry Callahan (siehe Bild oben) aus den 50er und den 70er Jahren waren dabei die jüngsten. Nun würde ich mich freuen, wenn ich sachdienliche Hinweise via E-Mail bekommen würde, die auf gelungene & zeitgenössische Arbeiten hinweisen, bei denen die Technik der Doppelbelichtung eine wesentliche Rolle spielt … um diese dann hier zu präsentieren und zur Diskussion zu stellen. Bin gespannt.

J I M  E S T R I – ist der Gründer des sehr beliebten Blogs über Fotografie bei der New York Times. In diesem diesem Video erklärt er kurz und knapp welche Projekte sie veröffentlichen und welche nicht. Ein sehr lohnenswertes Interview.

P h i l i p – L o r c a  d i C o r c i a – hat neulich bei Steidl das Buch “Hustlers” veröffentlicht mit einer Arbeit aus den frühen 90er Jahren, einer Bilderserie, die sich mit männlichen Prostituierten in Los Angeles beschäftigt. Eine wunderbare Arbeit und ein ebensolches Buch, welches ich gerne hier empfehle.  Der von mir sehr geschätzte Autor und Fotograf Jonathan Blaustein hat auf dem Blog aPhotoEditor einen sehr schönen Text über das Buch  geschrieben. Leider nur in Englisch, aber sehr lesenswert. Hier geht’s zum Text.

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